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Dannielle Bowman

(US)

What Had Happened

In der fortlaufenden Serie „What Had Happened“ entwirft die Künstlerin Dannielle Bowman ein intimes und umfangreiches Bild der Schwarzen Gemeinschaften in den USA und hinterfragt immer beides, Innen- und Außenleben, Darstellungen sowie das Spezifische im Alltag Schwarzer Menschen in den USA. Bowman bricht mit dem Dokumentarischen, indem sie Szenerien herstellt, die auf persönliche Erinnerungen und Erfahrungen zurückgehen. Aufnahmen von Familienfotos und anderen Erinnerungsstücken, nahbare Porträts, innige Begegnungen, Details des unmittelbar Umliegenden sowie die Verortung in Stadtvierteln, die überwiegend von Schwarzen bewohnt werden, prägen ihre Bildsprache, die generationsübergreifend erzählt. Obwohl diese leisen Bilder für Betrachtende nicht immer gleich zugänglich sind, wird die Frage laut, was geschieht, wenn subjektive, persönliche Geschichten auf größere soziale Entwicklungen und Kontexte treffen. „What Had Happened“ lässt sich als künstlerische Feldstudie lesen, die sich aus der Spannung zwischen Privatheit und dem größeren gesellschaftspolitischen Zusammenhang nährt.