Touching Strangers, 2007–2014

Seit 2007 arbeitet Richard Renaldi (*1968) an seiner Fotoserie, die die Annäherung an Fremde thematisiert indem diese für ein Porträt posieren und dabei körperlich interagieren, sich gegenseitig berühren. Er begegnet den Menschen auf den Straßen, überall in den USA, mit einer Großformat 8x10-Inch-Kamera. Er kreiert Paare und lädt sie ein gemeinsam zu posieren, auf intime Art und Weise, wie sie es normalerweise nur mit engen FreundInnen und ihren Liebsten machen würden. Er schafft spontane und flüchtige Beziehungen zwischen Fremden für die Kamera und drängt sie dabei oftmals aus deren Komfortzone. Diese Beziehungen mögen vielleicht nur für den Moment andauern, die der Verschluss benötigt um die Aufnahme zu machen, aber die daraus resultierenden Fotografien sind bewegend und provokativ, sie bringen tiefgreifende Fragen auf über die Möglichkeiten einer positiven menschlichen Verbindung in einer vielfältigen Gesellschaft.