Mann ohne Namen, 2015

Lose Stapel von Fotografien junger Männer, lose Begegnungen, die dazu führten und dennoch bietet die Arbeit „Mann ohne Namen“ intensive Begegnungen auf unterschiedlichen Ebenen. Kristin Loschert (*1979) hat junge Männer, die ihr unbekannt waren auf der Straße angesprochen und sich mit ihnen ein oder zweimal für ein paar Stunden getroffen um sie zu porträtieren. In den Schichtungen der Bilder spiegelt sich die Suche nach einem inneren, erinnerten Bild eines Mannes. Es ist ein Wechselspiel zwischen ihr und ihren Modellen, Exponieren auf beiden Seiten, Beobachtung und Projektion, Unausgesprochenes. Sie untersucht gleichzeitig Möglichkeiten des Porträts.