Can I Touch It?, 2013–ongoing; Office Scene, 2012; 9 to 5, 2014

Fast jede Frau hat schon vor dem Spiegel gestanden und zwingend versucht „professionell“ auszusehen. Endia Beal erforschte diese Frustration, die so oft in der unternehmerischen Welt auftritt, dieses Gefühl anders sein zu sollen, das die Frauen dazu bringt sich zu verändern. Für Frauen aus Minderheiten ist diese Veränderung oft viel schwieriger, da der ideale Arbeitnehmer in den meisten Fällen als weißer Mann erscheint.
Mit „Can I Touch It?“ nähert sich Beal weißen Frauen in den Vierzigern – einige Kolleginnen, andere Fremde – und versah sie mit einer Frisur, die typischerweise bei schwarzen Frauen gemacht wird. Nach der gründlichen Veränderung posierten die Frauen für Firmenporträts, inklusive Anzügen und ihren dünnen eingeflochtenen Zöpfen und gelegten Locken. Der auffälligste Aspekt der Fotos ist nicht notwendigerweise die physische Diskrepanz zwischen einer weißen Frau und ihrem schwarzen Haar, sondern all die komplexen Geschichten und Unterstellungen, die diese Diskrepanz bei den BetrachterInnen so offenkundig machen.