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Andrea Ellen Reed: When Living is a Protest

Künstlerin Andrea Ellen Reed im Gespräch mit Journalistin Pia Dangelmayer.

Lothringer13 Halle

Als direkte Antwort auf die Rassenunruhe in Baltimore und Ferguson, die 2015 ausbrachen, nachdem schwarze, unbewaffnete Männer von der Polizei erschossen wurden, produzierte Andrea Ellen Reed ihr Video Unsighted. Wir sehen ihr Gesicht und ihre Reaktionen auf die Medienberichterstattung über die Proteste und die zunehmenden Rassenspannungen in den USA. Weniger ein Selbstporträt, wird Andrea in diesem Video zu einer Protagonistin der schwarzen Gemeinde - sie ist das Gesicht derjenigen, über die gesprochen wird. Ihre Arbeit ist ein stiller Kommentar und ein lauter Protest.
Auch in ihrem Projekt The Streets Are Talkin' konzentriert sie sich (wie Ruddy Roye in seiner titelgebenden Serie When Living is a Protest) auf eine Gemeinschaft an einem Wendepunkt rassistischer Ungerechtigkeiten, den sie durch Fotografie und Ton erforscht. Im Jahr 2017 erhielt Andrea Ellen Reed den Visionary Award des Tim Hetherington Trust für Unsighted.

Pia Dangelmayer war journalistische Mitarbeiterin bei der NYC-basierten ProPublica und Teil eines Journalistenteams, das den Pulitzer-Preis 2017 für Dienst an der Öffentlichkeit gewann. Aktuell ist sie im engagierten BR-Forschungsteam in München tätig und diskutiert mit Andrea über das Leben als Protest.